Fun und Frischekick mit Frisbee

von Friederike Hiller

Aus „einfach mal drauf los“ wird ein Spiel mit hohem Spaßfaktor und Garantie zum Badengehen. Wir haben den sonnigen Sonntag genutzt und haben SUP-Frisbee auf der Ostsee ausprobiert.

Ausprobieren ohne studieren

Nach einer kurzen Recherche im Internet steht fest: Wir probieren es einfach selbst aus. In der Umgebung wird es nicht angeboten, wir wollen uns keine Netz oder ähnliches organisieren sondern zeigen, dass man auch nur mit der einfachen Ausrüstung aus SUP-Board, Paddel und normaler Frisbee Spaß haben kann. Die Frisbee sollte allerdings aus Plastik sein und nicht eine aus Filz. Die würde zwar nicht so wehtun, wenn es mal den Kopf trifft, aber sie würde sich auch mit Wasser vollsaugen und untergehen.

Mit der Frisbee aufs Wasser

Und so machen sich sechs unerschrockene, experimentierfreudige Tester auf zum Wasser. Mit dem SUP in der einen Hand, dem Paddel in der anderen und der türkisen Frisbee stapfen wir über den Sand, waten durchs seichte Wasser, springen aufs Board und paddeln ein bisschen vom Ufer weg.

Der Frisbee entgegen

Spielmodus eins: Wir haben keine Ahnung, was wir jetzt so wirklich damit machen wollen. Aber ohne Plan lässt sich am einfachsten die Strandvariante durchziehen. Also fangen wir an, uns unkoordiniert die Frisbee zuzuwerfen. Immer zu jemandem, der irgendwie erreichbar scheint. Die Frisbee fliegt durch die Luft, verfehlt jegliche Person und platscht ins Wasser. Sofort machen sich zwei Paddler bereit, sie einzusammeln. Gar nicht so einfach, mit dem Paddel die Frisbee zu sich heranzuziehen. Längsseits neben die Frisbee paddeln und diese mit der Hand einsammeln, ist da schon die einfachere Variante. Beim nächsten Wurf muss viel mehr Einsatz des Fängers erfolgen. Also hüpfen wir munter der Frisbee entgegen und landen mit einem lauten Klatschen und Lachen im Wasser. Hauptsache die Frisbee wurde gefangen. Nach einer Weile haben wir uns eingepaddelt und eingeworfen, nun erwacht der Kampfgeist.

Wassersturz im Wettkampfmodus

Spielmodus zwei: „Einfach mal machen“ ist zwar für den Anfang schön, aber dann fehlt der Anreiz. Daher wechseln wir in den Wettkampfmodus. Jetzt entstehen zwei Mannschaften. Jede Mannschaft muss versuchen, dreimal die Frisbee innerhalb der Mannschaft hin- und herzuwerfen ohne dass die Gegner sie in der Zwischenzeit berühren - dann gibt es einen Punkt. Wer die Frisbee fängt, aber diese nicht gleich weiter werfen kann, sondern zunächst ein Stück paddeln muss - entweder weil er zu nah an die Steine gekommen ist, oder um sich Platz zu verschaffen -, der muss die Frisbee vor sich aufs Board legen beim Paddeln, so kann die gegnerische Mannschaft versuchen, sie zu stibitzen. Das Paddel lässt sich wunderbar einsetzen, um zu versuchen, die durch die Luft fliegende Frisbee abzufangen und kleine Ramm-Manöver mit dem SUP erhöhen die Reinfallquote. Sehr von Vorteil ist es da, wenn aufblasbare SUPs im Einsatz sind. So halten sich blaue Flecken in Grenzen. Und es gibt keine spitze Nose am Brett, die gefährlich werden könnte. Die schweißtreibende Partie geht weiter. Doch dem Schweiß bleibt keine Zeit, sich auszubreiten. Denn der nächste Wassersturz bringt auch gleich wieder die Abkühlung, bevor es zum nächsten Sprint der Frisbee hinterher geht. Wohin man blickt, überall sind lachende Gesichter unter den Mitspielern zu sehen.

Perfekte Sonntagsbeschäftigung

„Es ist die perfekte Sonntagsbeschäftigung“, zieht Thomas sein Fazit. „Es ist super lustig“, strahlt Anne. Daniel steht zum allerersten Mal auf dem SUP. Die ersten Balanceübungen gleich mit dem Frisbeespiel zu verbinden, klappt hervorragend. „Es ist auch wirklich anstrengend“, sagt Jess. Sie ist trotzdem froh, dass ein Neopren-Shorty ihren Körper vor Auskühlung schützt. Durch das ständige Bad in der Ostsee und der darauffolgenden SUP-Fahrt im Wind, wird es trotz vollem Paddeleinsatz ein wenig kühl.

Freie Regeln, freies Spiel

„Wir könnten das auch mit einem Football ausprobieren“, wirft Xaver einen neuen Ball ins Spiel. „Vielleicht müsste man an den Regeln noch ein bisschen schrauben“, erklärt Robert. Auf jeden Fall sind sich alle einig, dass es eine Menge Spaß gemacht hat.

Wir können SUP Frisbee für einen Tag mit Freunden am Strand also nur empfehlen. Dafür werden nur aufblasbare SUPs, die sich auch ausleihen lassen, die dazugehörigen Paddel und eine handelsübliche Frisbee benötigt. Die Regeln sind so frei wie das Spiel. Alles ist möglich und der Funfaktor für jeden, der Spaß daran hat, etwas auszuprobieren, garantiert.

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