Spielerisch mit Flügel und Foil

von Friederike Hiller

Das Rigg ist der Körper oder die Schnüre die Arme: Beim Wing Surfen hat Mann oder Frau den Kite direkt in der Hand. Auch Sonni Hönscheid genießt dieses spielerische Gefühl und ist auch ohne Wing und nur mit SUP Foil unterwegs.

 

Etwa acht Knoten Wind reichen zum Wing Surfing aus, erklärt Starboard. Vor allem wenn dazu ein Foil-Board genutzt wird. Auch andere SUP oder Windsurfbretter können zum Wing Surfen verwendet werden, doch der geringe Wasserwiderstand mit dem Foil erhöht Fahrgenuss und den nutzbaren Windbereich.

Foto: Hönscheid

Ein Rucksack mit Wing

Nicht so starken Wind und vor allem auch glattes Wasser bevorzugt momentan auch Sonni Hönscheid zum Wing Surfen. „Ich fange ja auch noch an.“ Die Größe des Materials begeistert sie. „Man hat wirklich nur ein kleines SUP Board, Foil und einen Rucksack mit dem Wing.“ Das Faszinierende sei vor allem das Gefühl, über das Wasser zu gleiten - ohne Widerstand. „Man ist nur mit einer Leash mit dem Wing verbunden, kann diesen loslassen, falls man in eine brenzlige Situation kommt. Es ist sehr spielerisch…“

Foto: Starboard

Foil und Wing kombinieren

Am Anfang stehe die Herausforderung, Foilen und Wing zu kombinieren. „Wichtig ist zunächst mit dem Wing zurechtzukommen.“ Das habe ihr Gunnar Biniasch (Profi Kiter und Experte im Wing Foilen beim North Shore Shop Fuerteventura) gezeigt, der im Umgang mit Foils sehr erfahren ist. „Wenn er Wing Foilen unterrichtet, geht’s erstmal mit dem Wing auf ein Skateboard in die Sandwüste, um zu lernen mit dem Wing umzugehen. Wenn man den Wing gut beherrscht, ist das ein immenser Vorteil, da man sich danach nur noch auf das Folien konzentrieren muss.“

Foto: Hönscheid

Board-Gefühl beim Foilen

Foto: Hönscheid

Doch es muss nicht immer mit Flügel sein. Auch mit dem SUP Foil ist die siebenfache SUP-Weltmeisterin auf dem Wasser anzutreffen. „Ich denke, so fühlt sich Fliegen an“, sagt sie.

Dabei sei es sehr hilfreich, ein gutes Board-Gefühl zu haben und sich mit Wellen oder Downwind-Bedingungen auszukennen. „Wichtig ist es dann, ein Gefühl für das Foil zu bekommen. Am schnellsten und sichersten bekommt man dieses, wenn man sich von einem Boot ziehen lässt.“ Helm und Schlagweste seien insbesondere zu Beginn sehr zu empfehlen.  

Foto: Erik Aeder/Starboard

Fun-Alternative fürs Training

Momentan nutze sie eher noch als Fun-Alternative. „Für SUP Foil braucht man Kraft in den Beinen, dazu kommt ein größerer Kraft-Einsatz und ein explosiverer Paddelschlag, wenn man die Welle oder Windwelle anpaddelt.“ Mit dem SUP Foil bewege sich beispielsweise beim Downwinder schneller auf dem Wasser als mit dem SUP. „Das heißt, dass man das Wasser sehr gut und schnell lesen muss - wo ist die nächste ,Bump’, die ich abreiten will? Daher ist es generell ein Plus fürs Training.“

Bildnachweis Titelfoto: Starboard

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