Wertvoller grüner Wasser-Teppich

von Friederike Hiller

Sie liebt Süßwasser und Sonne und vermehrt sich gerne. Die Chlorella vulgaris ist winzig klein, uralt, knallgrün und voller guter, gesunder Substanzen.

Sonne und Wasser

Am besten gefällt es Chlorella, der „jungen Grünen“ (so lautet die Übersetzung), wenn ihr die Sonne den Bauch wärmt, doch sie ist auch ungeheuer anpassungsfähig. Wenn die Sonne mal nicht so richtig scheinen mag oder das Gewässer sehr trüb ist, dann kann sie sich trotzdem vermehren, indem sie Glukose als Nahrung nutzt, schreibt „chlorella-alge.net“. So konnte die Mikroalge, die sowohl Körper als auch Geist stärken soll, seit rund zwei Milliarden Jahren überleben.

Kultivierung der Alge

In den Süßgewässern im asiatischen Raum hat Chlorella ihr größtes Vorkommen. Dort bereichert die jodfreie Alge ganz natürlich den Speiseplan der Menschen. In Großanlagen in Japan wurde sie schon in den frühen 1960er Jahren gezüchtet. Ab den 80ern auch für die kommerzielle Nutzung.

In letzter Zeit hat auch der westliche Mensch sie und ihre gesunden Eigenschaften entdeckt. Sodass sie mittlerweile auch hierzulande auf vielen Farmen in Becken und Gewächshäuser, häufig in Bioqualität, kultiviert wird. So lässt sich das daraus entstandene Pulver ohne Verunreinigungen für Smoothies, Pesto oder beispielsweise weiterverarbeitet zu Öl nutzen oder als Tablette zur Nahrungsergänzung einnehmen.

Winzig klein mit großer Wirkung

Aber wieso ist dieses grüne, schleimige Naturprodukt so beliebt? Der kleine komplexe Einzeller ist meist als Chlorella vulgaris bekannt und hat im Gegensatz zur Spirulina-Alge einen Zellkern. Diese Eigenschaft kennzeichnet sie als Mikroalge.

So winzig der Einzeller auch sein mag – mit dem bloßen Auge ist er nicht zu erkennen, nur die grüne Farbe weist auf seine Existenz hin – so viele wichtige Nährstoffe hat er in sich.

Chlorophyll, reich an Vitaminen und Spurenelementen, 30 Fettsäuren, einen hohen Proteingehalt...Was ihre Inhaltsstoffe Gutes für den Menschen tun können, ist in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen, berichtet „Zentrum der Gesundheit“. Beispielsweise ihre Kunst der Entgiftung in einer Studie der Universität von Seoul im Jahre 2014 und die positive Wirkung bei Fettleber in der Universität Teheran im Jahr 2012. „An der University of Alabama, USA, wurde 2011 in einer wissenschaftlichen Untersuchung nachgewiesen, dass Chlorella eine Art Reparaturenzym liefert, das UVB-induzierte DNA-Schäden in Hautzellen reparieren kann. Chlorella sorgt damit für eine glatte Haut und beugt bestimmten Hautkrebsformen vor.“ In Korea wurde zudem nachgewiesen, dass Chlorella das Immunsystem stärkt.

Das Chlorophyll färbt nicht nur den Einzeller grün, sondern wird auch als „grünes Blut“ bezeichnet, denn seine Zusammensetzung gleicht dem menschlichen Hämoglobin, das das Blut des Menschen rot färbt. Damit wirkt sich das „Grün“ positiv auf die Regeneration und den Schutz der menschlichen Körperzellen aus. Ebenso wird ihm ein guter Einfluss auf die Leber (entgiftende Eigenschaften), Herz-Kreislaufsystem und Verdauung nachgesagt. Blutreinigend, antioxidativ und basisch soll daher Chlorophyll und somit auch Chlorella wirken.

Weitere entgiftende und zellschützende Inhaltsstoffe reichen den Wirkstoffmix an, ebenso die Eigenschaft Zucker schneller zu Leber und Muskelzellen zu transportieren. Das wiederum bedeutet mehr Energie für Körper und Geist.

Und zum Schluss soll eine weitere Eigenschaft nicht vergessen werden, die vor allem für Vegetarier und Veganer interessant ist. Chlorella ist reich an Vitamin B12. Und dieses Vitamin brauchen wir für unsere Nerven. Damit kann Chlorella nicht nur unserem Körper sondern auch unserer Psyche gut tun.

Grüne Alge mit grünen Eigenschaften

Immunsystem, Herz, Darm, Leber, Haut und Psyche sind also nur einige, die von dem Wirkstoff-Cocktail – den natürlichen Bestandteilen der Alge – profitieren. Eine grüne Nahrungsergänzung. Und grün, meint das auf ganzer Linie, denn die grüne Alge hat auch eine grüne Eigenschaft. Sie trägt zur Sauerstoffproduktion für unsere Atmosphäre bei.

 Bildnachweis Titelfoto: Jaleel Akbash (Unsplash)

Zurück

Einen Kommentar schreiben