Australische Inspiration auf dem Wasser

von Friederike Hiller

Das Warten auf die Welle nutzt sie für einen netter Schnack mit anderen Surfern und sie lässt sich inspirieren von Australien, dem Meer und den Menschen. Lena Hogenkamp nimmt sich derzeit eine Auszeit. Während in der Heimat in Kiel bald die Saison für ihr SUPflow mit SUP Workout und SUP Yoga startet – sobald es dann trotz Corona wieder möglich sein sollte -, paddelt sie gerade lieber im liegen als im Stehen. Aber auch mit SUPflow geht es weiter und es gibt Neuigkeiten.

 

Die Erde atmet auf

„Ich bin am schönsten Ort Australiens gestrandet und habe damit den besten Platz ausgesucht, um die Corona Situation zu erleben“, erklärt Lena Hogemkamp von SUPflow. „Ich darf weiterhin Surfen und auch sonst ist das Leben für mich persönlich wenig eingeschränkt. Natürlich gibt es auch hier gewisse Regeln, an die man sich halten sollte. Ehrlich gesagt versuche ich mich wenig von den Medien leiten und die Situation erstmal auf mich wirken zu lassen. Insgesamt erlebe ich hier in Australien aber sehr positive Menschen, Menschen die wahrnehmen wie die Erde gerade aufatmet.“ Trotz Corona und Osterzeit ist sie in Australien geblieben. „Ostern ist ein schönes Fest, um mit der Familie ein leckeres Frühstück zu verbringen. Ansonsten ist es einfach nur ein Tag, an dem mal wieder viel zu viel konsumiert wird. Ich werde die Tage wie auch an anderen Tagen mit Freunden und im Wasser verbringen.“

Foto: Sebastian Drews

Australische Auszeit vom Alltag

„Meine Auszeit in Australien ist großartig“, schwärmt Lena Hogenkamp. „Sachen machen, für die man sich sonst keine Zeit nimmt oder nie machen würde, da man festgefahren in seinen Strukturen und Vorstellungen ist.“ Ohne viel Vorbereitung ist sie nach Australien aufgebrochen und hat ihren Job in der Agentur, ihre Yogastunden, SUPflow sowie Familie und Freunde erst einmal hinter sich gelassen. „Nach vier Monaten reisen mit Fokus auf Wellenreiten, bin ich nun an meinem derzeitigen Traumort - Mullimbimby gestrandet und werde hier die nächsten Monate arbeiten und leben“, berichtet sie. Neue Sachen ausprobieren, Surfen und neue inspirierende Menschen kennen lernen - das bestimme derzeit ihren Alltag. „Neben dem traumhaften Klima und den unkomplizierten und aufgeschlossenen Menschen hat Australien super viel zu bieten, abseits von der Backpacker Route habe ich mein Australien gefunden.“ Und daher sei Australien auch für sie das perfekte Land, um eine Auszeit vom Alltag zu gewinnen und sich neu inspirieren zu lassen.

Foto: Sebastian Drews

Einfach die Natur genießen

Es ist das Meer, das Lena, das Lena mit Australien verbindet. „Das Meer ist allgegenwärtig und jeden Tag ein Teil meines Lebens. Die Australier gehen jeden Tag surfen, egal wie gut oder wie schlecht die Wellen sind, einfach die Natur genießen. Und genau dieses verbindet mich ebenfalls mit Australien und ganz besonders mit den Australiern. Sie lieben und schätzen die Natur und teilen dieses mit dir.“ Auf eine Welle zu warten bedeute daher auch immer einen netten Chat mit anderen SurferInnen zu haben.

Foto: Sebastian Drews

„Ich paddel derzeit nur im Liegen“

Ihren Fokus hat die begeisterte SUPerin daher ein wenig umgelenkt. Etwa fünfmal die Woche stehe sie nun auf dem Wellenreiter, Stand up Paddling habe sie bisher nur ein einziges Mal gemacht und auch nur, weil keine Wellen da waren, berichtet sie. „Für mich ist Stand up Paddling ein toller Sport, um in Kiel das Wasser auch ohne Wind und Wellen zu genießen. Aber hier in Australien bietet das Meer so viel mehr, daher paddle ich derzeit nur im Liegen.“

Yoga Philosophie im Fokus

Auch ihre Sicht auf das SUPen habe sich in den letzten Jahren ein wenig verändert. Es ei zwar auch von der Situation abhängig, aber „ich liebe es sehr, mit meinen KundInnen raus zu paddeln, zu quatschen und einfach einen tollen Austausch zu haben. Stand up Paddling ist ein super toller Resonanzsport und für mich ist in den letzten Jahren der soziale Austausch wichtiger geworden, daher habe ich dies sehr genossen.“ Beim SUP Yoga sei ihr immer wieder wichtig, dass der Fokus weiterhin auf der Yoga Philosophie liege. „Wir haben das Glück, viele verschiedenen Yoga Richtungen in Kiel erleben zu können. Dies ist wunderbar, um viele Menschen zu erreichen.“ Für sie persönlich dürfe der Fokus auf Ausrichtung, Yoga Philosophie und Idee nicht verloren gehen. „Am Ende ist es wichtig, eine schöne Zeit auf dem Wasser zu haben, die Natur zu genießen und zu schätzen.“ In Australien habe sie in den vergangenen Monaten Buschfeuer und Überflutungen erlebt und so hautnah erfahren, wie schnelle die Natur zerstört werden kann. „Mit dieser Erfahrung und dem Wissen genieße ich nun jeden Tag in der Natur noch viel mehr - dies sollten alle tun.“ 

Foto: Sebastian Drews

Pläne für SUPflow und den Sommer

Noch mehr tolle Sachen lernen, den Vibe aussaugen und all das mit nach Deutschland zu bringen, das hat sich Lena für den Sommer vorgenommen. „Ich freue mich sehr mit den drei Mädels eine tolle Saison zu gestalten und noch mehr Menschen erreichen zu können.“ Für sie war es in den letzten Jahren ein großer Wunsch, nicht alleine für etwas zu stehen. Doch es sei auch sehr schwer, die richtigen Menschen zu finden, mit denen sie ihre Vision teilen und weiter entwickeln könne. Das ist ihr nun aber geglückt. Neben Isabelle werden auch zwei neue Trainerinnen mit den SUPerInnen aufs Wasser gehen: Alisa und Anne. „Neben der personellen Veränderung werden wir die Kurse auf die KundInnen anpassen und das Wochenprogramm umstellen. Mit drei super tollen Trainerinnen sind wir nun auch zeitlich etwas flexibler und können mehr Anfragen entgegen nehmen.“ Somit sei zwar einerseits SUPflow das, was es war mit den Strömungen und Visionen. „Aber wir versuchen auch langsam und qualitativ wie eine alte, standhafte und wundervolle Palme zu wachsen. Obwohl ich nun nicht in Deutschland bin, habe ich ein super Gefühl, ein richtig tolles Team gefunden zu haben, mit dem SUPflow wachsen kann.“

Bildnachweis Titelfoto: Sebastian Drews

Foto: Sebastian Drews

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