Stimmungsvolles Sunset-SUPen

von Friederike Hiller

Sommerabende lassen sich auf der Kieler Förde auf dem SUP genießen. Es eröffnet sich ein stimmungsvoller Blick aus einer ganz anderen Perspektive. Ein Naturerlebnis, dem nur ein Gewitter frühzeitig ein Ende bereiten könnte.

Der Himmel verdunkelt sich, fast wirkt es so, als wäre bereits Nacht. Dann erhellen grell zuckende Blitze den Himmel, der Wind fegt über das Meer, Regen prasselt gen Boden, erscheint wie ein undurchsichtiger Vorhang. Die Hitze des Tages entlädt sich in Windböen, Starkregen, Blitz und Donner. Bäche strömen die Straßen hinunter zum Meer. Beim Anblick des Unwetters ist jeder froh, der im Hafen oder an Land geblieben ist. Noch vor nicht mal einer halben Stunde herrschte noch strahlender Sonnenschein und Windstille.

Werft-Romantik auf dem Wasser

So auch vor ein paar Tagen.

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Kein Lüftchen weht. Das Wasser ist spiegelglatt, hebt sich nur ab und zu leicht, wenn ein Containerschiff seine Wellen gen Land schickt. Eine ruhige Abendstimmung hat sich über die Kieler Förde gelegt. Die in orangen und gelben Farbtönen leuchtende Sonne schaut noch knapp über dem Dock der Werft hinaus – lässt in der Umgebung von Stahl und Kränen Industrieromantik aufkommen. Es sind bereits erstaunlich viele Quallen im Wasser, an einigen Stellen fällt der Blick auf ganze Wellenteppiche, die unter dem SUP-Board durchziehen. Leicht plätschert es, wenn die Paddel durchs Wasser ziehen und dem Brett Vorschub geben. Es gleitet dahin. Die hellblauen Wolkenlücken, die noch zwischen den immer dunkler werdenden Wolken durchblitzen, spiegeln sich auf der Oberfläche der Ostsee. Auf der anderen Uferseite der Förde scheinen die Fenster eines Hauses zu brennen, so sehr strahlt die Sonne sie in einem intensiven Rot an.

Ruhe vor dem Sturm?

Der bedrohlich dunkle Himmel über dem Ostufer wird von einem bunten Regenbogen durchzogen. Geht von den Wolken auch eine Gefahr fürs SUPen aus? Nur ein kleiner Windhauch ist nun hier und da zu spüren, kräuselt leicht das Wasser. Dazwischen immer wieder Windlöcher mit spiegelglattem Wasser. In die Ruhe mischt sich eine leichte Spannung. Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Ein Boot der Wasserschutzpolizei dreht seine Runde auf dem Wasser.

Bis nur noch kleine Lichter leuchten

Das Gewitter zieht vorbei, die Wolken zeigen wieder größere Lücken, der Weg zum Land ist nicht mehr allzu weit. Ein bisschen Wehmut breitet sich aus – die Tour hätte gerne noch eine Weile andauern können. Doch dann hätte bald die abendliche Dunkelheit die SUPer eingehüllt, das Meer zu einer schwarzen Masse verwandelt und nur die kleinen Lichter der Tonnen, des Leuchtturms und der Hafeneinfahrten hätten Orientierung bieten können. Beim nächsten Mal muss vorsorglich die Stirnlampe mitgenommen werden, damit die Tour so lange gehen kann, bis die Arme schlapp werden und der Board-Spaß zumindest für den Abend ausgekostet ist.

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