Sri Lanka: Surfen im Vorgarten

von Friederike Hiller

Im Süden von Sri Lanka, fernab der Hauptstraße, auf der die Tuk Tuks hupend aneinander vorbeijagen, liegt idyllisch im Garten eingebettet das drivethru Surfcamp.  

Surflehrer Justin gestaltet die Surfbretter individuelle

8000 Quadratmeter, 11 Surfspots und 28 Grad Wassertemperatur. „Hier sind es in der Regel konstant 30 Grad das ganze Jahr über, die Landschaft ist ein Traum und das Wasser hat die gleiche Temperatur wie die Luft. Dazu sind die Menschen hier grundsätzlich erstmal sehr freundlich und hilfsbereit“, freut sich Alexander Hnatyk (Äxl). Zusammen mit seinen Kumpels Sebastian (Waschdl) und Raphi hat er an dem Ort, wo immer Sommer ist, das Surfcamp 2013 aufgebaut. „Weltklassewellen sucht man hier vergeblich, die sucht aber auch selten jemand. Dafür gibt es hier eine Vielzahl an guten Spots und die ganze Saison konstant gute Bedingungen. Alles in allem kommt man hier fast jeden Tag glücklich aus dem Wasser, sowas haben wir gesucht.“

Der Beachbreak von Weligama oder das Riff direkt im „Vorgarten“ des Camps sind nur zwei davon.

Geburt der Surfcamp-Idee

In Marokko lernten sich die drei kennen. Nach einem weiteren gemeinsamen Sommer in Frankreich und Erzählungen von Alex, der eine Wintersaison auf Sri Lanka verbracht hatte, wollten sie gemeinsam die „perfekten Wellen und atemberaubende Natur“ der Insel zu ihrer zweiten Heimat machen. „Für uns war schon in Marokko 2009 klar, dass wir Zeit zusammen und am Meer verbringen wollen“, erklärt Alex, der bereits in seinem ersten Urlaub auf Sri Lanka 2013 bei einem Haus anfragte, was es kosten würde, dieses für eine Saison zu mieten. „Eigentlich mit dem Gedanken, dort selbst zu überwintern.“ Nach ein paar Bierchen in Frankreich, spann er dann allerdings mit Raphi und Sebastian den Gedanken weiter und die Idee des Surfcamps war geboren.

Zusammen versuchen wir hier das Beste rauszuholen was uns aus professioneller Sicht gesehen nicht immer ganz gelingt, aber vielleicht macht genau das ja einen Teil aus

Ein Name, eine Geschichte

Madihe Matara, so heißt der Ort, in dem das Camp verortet ist. „Es ist ein wunderschönes Kolonialhaus in tropischem Garten. Kein Zug und keine Hauptverkehrsstraßen sind in der Nähe und wir haben zwei sehr gute Wellen vor der Tür“, schwärmt der Ruhrpottler.

„Wir sind ein sehr gut eingespieltes Team und sehen uns gerne auch als Familie. Zusammen versuchen wir hier, das Beste rauszuholen, was uns aus professioneller Sicht gesehen nicht immer ganz gelingt. Aber vielleicht macht genau das ja einen Teil aus“, beschreibt er die Philosophie dahinter.

Der Name ist für ein Camp nicht auf den ersten Blick verständlich. „Drivethru hieß mein Projekt, als ich vor 5 Jahren mit einem großen Wohnmobil geguidete Trips angeboten habe. Da Webseite, Name und Logo schon standen, vor allem letzeres mir sehr ans Herz gewachsen war und ich mich damit identifizieren konnte, wollte ich den Namen behalten“, erklärt Äxl.

„Unvergesslich: Der Tag, an dem wir in strömendem Regen morgens um 6 Uhr alleine in der Bucht von Weligama waren und alles gestimmt hat. Es war wundervoll, im warmen Wasser zu surfen. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass Weligama, wenn es höher wird, so viel Close-outs produziert“, zieht Sabine Barth, eine Surferin aus Frankfurt ihr Sri Lanka-Surf-Fazit.

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