Volle Konzentration auf die Aufgabe

von Friederike Hiller

Ein leichtes Kribbeln, volle Konzentration und eine Menge Arbeit: Die 49erFX Seglerinnen Tina Lutz und Susann Beucke bereiten sich auf die kommenden Weltmeisterschaften in Neuseeland vor. Bei der Trainingsregatta holten sie bereits die goldene Ananas für den vierten Platz.

Hellblaues Wasser, etwas über 20 Grad Celsius und viel Wind: Auckland präsentiert sich den Seglern von seiner windigen Seite. Am 3. Dezember beginnen dort die Weltmeisterschaften der 49er, 49erFX und Nacra17. Es geht nicht nur um die Titelkämpfe sondern auch noch um Olympiaqualifikationen. Die Spannung steigt.

Foto: WeCamz/DSV

„Von nichts kommt nichts“

„Die Stimmung ist ehrlicher Weise noch sehr angespannt, weil wir sehr viel trainieren zurzeit“, berichtet Susann Beucke aus Neuseeland. Zusammen mit Steuerfrau Tina Lutze ist die Vorschoterin dabei, ihren 49erFX herzurichten. „Wir probieren jede Minute auf dem Wasser auszunutzen und auch am Bootpark.“ Viel zu tun für die beiden Seglerinnen. „Unser Boot kam von Japan nach Neuseeland. Wir haben in der Zwischenzeit zwischen Japan und Neuseeland so viel gelernt und so viel Neues gemacht, dass wir das ganze Boot jetzt umrüsten müssen. Wir probieren gerade das Boot genau so einzustellen, wie wir es in der letzten Zeit in Europa gefahren sind.“ Da sie viel dazugelernt haben, sei es auch viel Arbeit, die nun am Boot zu leisten sei. „Aber wir sind auf dem Weg und wir haben ja noch eine Woche Zeit. Von nichts kommt nichts, daher ist die Stimmung konzentriert“, erklären sie.

Foto: WeCamz/DSV

Kabbelwelle und Wind

Land und Leute kennenzulernen muss da ein wenig hintenan stehen. „Wir hatten bisher nur ein oder zwei Laydays und da waren wir am Hafen und haben Boatwork gemacht“, erzählt Susann.

Dafür lernen sie die Segelbedingungen im Revier vor Auckland genau kennen. „Das Revier hier ist der Hammer. Wir haben sehr viel Wind. Selbst für meinen Geschmack ist es ein bisschen zu viel“, sagt Susann Beucke lachend. „Es hackt hier jeden Tag. Aber lieber zu viel als zu wenig – wir wollen uns mal nicht beschweren.“ Also fügt sie hinzu, dass es herrlich sei. Jeden Tag 20 bis 25 Knoten, relative Kabbelwelle, hellblaues Wasser, weil es so flach ist. „Was natürlich für uns wieder nicht so gut ist, weil, wenn man hier kentert, man sich den Mast brechen kann. Aber immerhin haben wir hellblaues Wasser.“

Foto: Felix Diemer Photography

„Das Einzige, was man machen kann“

„Wir arbeiten sehr viel“, lautet das momentane Fazit der beiden Seglerinnen. „Wir sind sehr fokussiert und sehr konzentriert. Viel Anspannung ist mit dabei, aber wir haben so viel gearbeitet, dass wir, ziemlich selbstbewusst in diese Weltmeisterschaft gehen können“, erklären sie. „Es kribbelt schon, wenn man an den Start denkt, aber ich probiere mich dann immer wieder auf eine Aufgabe zu konzentrieren, weil das ist eh das Einzige, was man machen kann“, so Susann.

Bildnachweis Titelfoto: WeCamz/DSV

Foto: Matias Capizzano

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Wir verwenden eigene Cookies und Cookies von Drittanbietern aufgrund unseres berechtigten Interesses an zielgerichteter Werbung (Art. 6 Abs. 1 lit f DSGVO). Näheres in unserer Datenschutzerklärung.
Mehr erfahren