Hervorragende Fußarbeit

von Friederike Hiller

Eleganz, Balance und Nervenkitzel: Mit Zehenspitzengefühl gleiten die Longboard-Surfer über die Atlantikwellen vor der französischen Küste in Biarritz. Bei den ISA World Surfing Championships sind auch zwei Surferinnen für das deutsche Team in den Wellen – Mascha Trietsch und Biance Dootsen.

Tanz der Cross-Steps

Der Tanz in den Wellen begann. Mit Brett- und Balancegefühl vollziehen die Surferinnen Cross-Steps, um die Nose ihres Boards zu erreichen. Um dann erneut das Gewicht in die andere Richtung zu verlagern, um den Turn in die Welle zu bringen. Die Füße stehen selten still, sie tänzeln nach vorn und hinten, erspüren das Brett und die Welle. Dabei fällt die Wellenauswahl nicht immer leicht. Um zu punkten, nahm die eine oder andere Surferin auch eine sehr kleine Welle.

Mascha Trietsch erwischte keinen guten Start. Sie musste nach der ersten Runde auf ein Weiterkommen in der Trostrunde hoffen. Doch auch dort lief es nicht optimal. Sie schied erneut aus. Besser erging es am ersten Tag Bianca Doosten, die sich in der ersten Runde zwischen ihren beiden Konkurrentinnen platzierte. Doch in der zweiten Runde schied auch sie aus. Jetzt gilt es für sie, noch mal alles in der Hoffnungsrunde zu geben.

Mascha Trietsch in den Wellen vor Biarritz.

Foto: Pablo Jimenez/ISA

Jeder kann mal einen schlechten Tag haben

„Auch die besten Surfer können mal einen schlechten Tag haben, daher geben wir ihnen mit der Hoffnungsrunde eine zweite Chance, im Event weiter mitsurfen zu können“, erklärte Fernando Aguerre, Präsident der ISA (International Surfing Association). „Ich habe viele Surfer gesehen, die die Goldmedaille gewonnen haben, nachdem sie sich über die Hoffnungsrunden zurückgekämpft haben.“

Foto: Sean Evans

Bedingungen sollen besser werden

102 Surfer aus 31 Nationen haben bisher in schwierigen Bedingungen in Sonne und Regen in Frankreichs Wellen gesurft. Für die zweite Hälfte der Weltmeisterschaften zeigte sich der ISA-Präsident optimistisch, dass sich die Bedingungen bessern.

Foto: Sean Evans

Surfen bringt Hoffnung und Freude

Unter den Surfern ist auch Afridun Amu aus Afghanistan. 2017 startete er als erster afghanischer Surfer bei den World Surfing Games und wurde so zur inspirierenden Surf-Figur. „Es gibt so vielen Menschen in Afghanistan Freude und Hoffnung, dass einer von ihnen surfen gehen kann. Da du beim Surfen nicht viel nachdenkst und einfach nur in den Elementen bist, macht es so viel Sinn, das in meine Heimat, die so viel durchgemacht hat, zu bringen.“

Bildnachweis Titelfoto: Pablo Jimenez/ISA

Foto: Pablo Jimenez/ISA

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