Mit Platz 2 in die Weihnachtspause

von Friederike Hiller

3 Bootsklassen, 3 Orte, 3 Tage, 3,5 Fragen: Seglerinnen zwischen Weihnachten, Corona und Training. Coastwriter stellt an drei Tagen drei Teams anhand von 3,5 Fragen in dieser herausfordernden Zeit vor. Heute: Laser Radial Seglerin Svenja Weger.

 

Wo bist Du? Wie trainierst Du? Und Weihnachten?

Auch Svenja Weger ist zum Trainieren auf den Kanaren. Allerdings auf Gran Canaria. Seit Mitte November nutzt sie die Bedingungen vor Ort, nicht nur zum Trainieren. „Anfang Dezember gab es hier eine ganz gut besetzte Regatta, die Gran Canaria Olympic Week, die ich auf dem 2. Platz beenden konnte. Hauptaugenmerk im Training liegt grade vor allem im Bereich Start - Peilung und Beschleunigung bei großem Swell - und im Bereich Manöver.“ Am 19. Dezember geht es für Svenja Weger dann zusammen mit ihrem Freund zu ihren Eltern nach Berlin, um Weihnachten in kleiner Runde gemeinsam zu verbringen. „Corona lässt ja in der Hinsicht nicht viel zu.“ Eine erste Standortbestimmung werde es dann Ende Januar auf Lanzarote geben. „Hier findet eine Regatta statt, an der nahezu alle Topleute teilnehmen werden.“

Gibt es Corona-Beschränkungen bei Dir?

„Corona beeinflusst den Trainingsalltag hier auf Gran Canaria nahezu gar nicht. Es herrscht zwar Maskenpflicht und beim Betreten des Segelclubs wird Fieber gemessen, aber sonst haben alle auch Fitnessstudios, Restaurants und Geschäfte ganz normal geöffnet. Wir können hier also ohne Einschränkungen trainieren.“

Foto: Gran Canaria Olympic Week

Wie richtest Du Deinen Blick auf Tokio?

„Ich freue mich riesig auf Tokio und auch auf die Zeit davor. Ich hoffe, dass Corona es zulässt, dass möglichst viele europäische Regatten wie die Princess Sofia Trophy auf Mallorca und die Semaine Olympique Francaise in Hyeres normal stattfinden können und man so nochmal möglichst viel Wettkampfpraxis auf hohem Niveau sammeln kann.“ Svenja Weger plane momentan auch nochmal mindestens einen längeren Trainingsblock im Frühsommer auf dem Olympiarevier in Enoshima. „Ich war zwar in den letzten Jahren nun schon öfter da, aber auch das wird nochmal spannend und aufschlussreich. Für die Spiele selbst sind natürlich noch ein paar Fragen offen. Ich bin ganz ehrlich: Für mich macht es quasi keinen Unterschied ob nun Zuschauer zugelassen werden oder nicht oder wie die sonstigen Rahmenbedingungen sind. Tokio 2021 wird so oder so das Highlight meiner bisherigen Segelkarriere sein und dementsprechend akribisch werde ich die verbleibende Zeit nutzen, um mich vorzubereiten.“

 

Bildhinweis Titelfoto: Gran Canaria Olympic Week

Foto: Alberto Sanchez

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