Kolumne: Kater und Blues

von Friederike Hiller

Neuneinhalb Tage Sonne, Segeln, buntes Leben. Dann ein großer Knall – und es ist vorbei: Wetter und Gemüter sind abgekühlt. Bis zur nächsten Kieler Woche.

Foto: Sascha Klahn/Kieler Woche

Ist es ein Kieler Woche Kater, der sich auch ganz ohne Alkohol einschleicht oder ein leicht melancholischer Blues, der atmosphärisch durch die Stadt wabert? Nach einer Woche Musik, buntem Treiben, vielen Menschen, Feiern, Segeln, Schiffe bewundern verfällt die Stadt in ihren Alltagstrott. Die Sieger der Regatten wurden gefeiert, der Schweiß der Athleten und Besucher hat sich im Wasser der Ostsee aufgelöst. Es fühlt sich an, wie die Ruhe nach dem Sturm oder die Flaute für Segler.

Foto: Friederike Hiller

Nach der Hitze

Das Crecendo mit abschließendem lauten Knall des Abschlussfeuerwerks ist verhallt, der danach über die Förde ziehende Dunst verweht und zusammen mit der Hitze der Rhythmen der Woche ist auch die Wärme verschwunden. Die sommerlichen Temperaturen sind auf ein maritimes Küstenklima gesunken – Kaiserwetter, karibische Bedingungen und Tropennächte sind verschwunden.

Foto: Friederike Hiller

Sie klingt nach

Gar nicht so leicht, wieder umzuschalten. Eine intensive Woche, die nachklingt. Doch auch Kater und Blues verblassen, der wieder vermehrt zur Verfügung stehende Parkraum wird freudig zur Kenntnis genommen. Und während viel Besucher abgereist sind, bleibt beim Feierabendausflug an den Strand die Erkenntnis, wie schön es ist, in der Stadt am Meer zu leben. Dort, wo andere Urlaub machen. Es ist eine Selbstverständlichkeit Segeln, Surfen oder Kiten zu gehen, zu baden, am Strand zu liegen, den Schiffen zuzusehen oder mit dem SUP vom Meer aus die Küsten zu erkunden.

Titelfoto: Friederike Hiller

Foto: segel-bilder.de/Kieler Woche

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