Kolumne: Geht’s auch ohne Haube?

von Friederike Hiller

Sonne satt seit Ostern, dann legte der Wind zu und die Schokobäuche brauchten Bewegung: Wer konnte, ging aufs Wasser. Der erste Sonnebrand drohte und die Frage kam auf: Geht’s auch ohne Haube?

Hauben-Freiheit

Darüber gehen die Meinungen klar auseinander. Nicht nur disziplinbedingt oder geschlechterspezifisch. Wer sich noch in seinen sechs Millimeter Neoprenanzug zwängt, hat meist keine Wahl. Die Haube ist oft fester Bestandteil. Mehr Flexibilität hatten die haubenfreien Wetsuit-Freunde. „Es war ziemlich warm und pustig“, freuten sich Windsurfer vor Olpenitz. Sie hatten die Handschuhe bereits weggelassen und sortierten die Kapuze für den nächsten Tag bereits am Abend aus.

Kalte Finger im kühlen Wasser

Ein ganz anderes Bild der Wellenreiter und Kitesurfer ein Stück südlicher. Die Haube gehörte zum Standard, der kalte Ostwind peitschte die Ostsee auf und die hatte dann doch erst neun Grad Celsius. Also waren auch noch Handschuhe – zumindest für diejenigen, die beinahe durchweg beim Paddeln ihre Hände im Wasser hatten, dabei.

Atmosphärische Abendsession

Die Sonne ließ noch bis in den Abend die Schaumkronen der Wellen glitzern. Erst gegen 21 Uhr legte sich nach und nach die Dunkelheit über die Ostsee und zwang auch die letzten Enthusiasten zurück zum Strand.

SUP als sportlichen Ausgleich

Während der Wind eine Verschnaufpause eingelegt hat, bleibt dem Wassersportler noch das SUP. Und bei strahlendem Sonnenschein lässt sich die Ostseeküste auch gut auf diesem Weg erkunden und nebenbei die Ostereier wieder abtrainieren. Oder einen sportlichen Ausgleich schaffen zu den letzten Überbleibseln, die noch in Ei- oder Hasenform die Naschfreude befriedigen.

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