Ein Frühstart mit gutem Gefühl

von Friederike Hiller

Sich endlich wieder mit anderen messen und das internationale Flair genießen: Europe-Seglerin Marisa Roch freut sich, dass Segler und Seglerinnen bei der Kieler Woche wieder auf den Regattabahnen starten konnten. Und dabei hat auch etwas geklappt, worüber sich Segler und Seglerinnen normalerweise eher ärgern würden.

 

„Ich finde es echt super, dass die KiWo so stattfinden konnte und bin froh, ein Teil davon gewesen zu sein“, freut sich Marisa. „Es war schon komisch, dass so wenig Trubel war, aber dadurch war es auch viel entspannter irgendwie.“ So konnte die Seglerin auch den Hygienevorschriften Vorteile abgewinnen. Auch im Hinblick auf ein potenzielles Ansteckungsrisiko durch das Corona-Virus habe sie sich sehr sicher gefühlt. Ihr Lob geht an die Organisation der Kieler-Woche-Regatten. „Super, wie das so in ein paar Monaten auf die Beine gestellt wurde.“

Foto: Kieler Woche/Sascha Klahn

Am Start präsent

Anstrengende vier Segel-Tage liegen hinter Marisa. „Ich habe leider so einige Male die Winddreher falsch eingeschätzt und meinen Rhythmus nicht ganz gefunden“, resümiert sie und richtet den Blick auch auf wichtige Erfahrungen, die sie sammeln konnte, als sie in einem Rennen zu früh die Startlinie überquerte. „Ich bin auch irgendwie ganz stolz auf meinen Frühstart. Auch wenn das vielleicht komisch klingt, aber ich bin ja sonst eher eine zaghafte Starterin und ich kann mich nicht an meinen letzten Frühstart erinnern“, erklärt sie. Sie hatte sich das Ziel gesetzt, am Start präsenter zu sein. „Und das hat ja irgendwie geklappt“, sagt sie lachend. „Vielleicht etwas zu doll, aber alle, die mein Startproblem kennen, waren stolz darauf.“ Am Ende habe sie also das Beste aus der Situation gemacht. „Ich wollte zwar mehr, aber ich bin nicht unzufrieden und es war kein leichtes Feld.“ Auf Platz zehn im Gesamtklassement liegt sie im gemischten Feld. Doch in der Wertung der Frauen ist es der zweite Platz. „Es tat einfach gut, endlich mal wieder mit anderen Booten zu racen und dann auch noch so international“, zieht Marisa Roch ihr Fazit einer etwas anderen Kieler Woche.

Bildnachweis: Kieler Woche/Sascha Klahn

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