Vorfreude auf herausfordernde Starkwindtage

von Friederike Hiller

Die große Olympia-Segelfamilie traf sich auf Mallorca zum Trainingslager. Einzelkämpfer und Zweier-Teams, Skiff-Segler und Foiler machten nicht nur gemeinsam Frühsport im Sand, sondern segelten auch zum Training und für die Kamera - so auch die 470er-Seglerinnen Fabienne Oster und Anastasiya Winkel.

Sand statt Segel

Nach einem schönen Start mit guten Bedingungen ins Trainingscamp auf Mallorca folgte zunächst die Flaute bei bedecktem Himmel. Kein Grund für die Segler des German Sailing Teams den Kopf in den Sand zu stecken. Anstatt auf die Boote ging es zwar in den Sand, aber zum Strandsport. Auch Organisatorisches, Auswertungen und Bootsbau ließen sich an diesem Tag gut in den Tagesablauf integrieren.

Foto: DSV/Lars Wehrmann

„Leichtwindbedingungen liegen uns“

„Man stellt immer fest, wie groß das Team ist. Das ist schön“, erklärt Fabienne Oster. Die Steuerfrau hat zusammen mit Vorschoterin Anastasiya Winkel einen medaillengekrönten Saisonstart im 470er beim World Cup in Miami hingelegt. Die beiden segelten zu Silber. „Es waren Leichtwindbedingungen und die liegen uns“, erklärt Anastasiya. Trotz der Frage, wie es bei Starkwind aussehen wird, gebe das Ergebnis aber auch das gute Gefühl, dass es realistisch und machbar sei, vorne mitzusegeln.

Foto: DSV/Lars Wehrmann

Mit der Sonne kommt der Wind

„Sobald die Sonne wieder rauskommt, haben wir wieder normale Bedingungen“, schaute Fabienne optimistisch auf die weiteren Trainingstage. Denn normalerweise herrschen dort in Palma gleichmäßige, stabile Bedingungen. Optimal fürs Feintuning. Das Team Oster/Winkel will an den Starts arbeiten. „Mit etwa 20 Booten lässt sich die Rennsituation und Tonnenumrundungen gut trainieren.“ Und, wenn der Wind dann auch zur Herausforderung wird, erfüllen sich die Wünsche. „Wir freuen uns über jeden Starkwindtag, selbst wenn es anstrengend ist und uns herausfordert. Weil wir dann das trainieren können, was uns schwerer fällt. Leider gibt es weniger Starkwindtage.“

Foto: DSV/Lars Wehrmann

Wertvoller Austausch im Team

So hofften sie für die kommenden Tagen nicht nur auf mehr Wind, sondern auch auf einen guten Austausch mit dem Team. „Es ist schön, wenn wir uns alle einmal im Jahr sehen und Tipps austauschen“, sagte Anastasiya. Unter Trainingsbedingungen. Denn während der Saison sehen sich die Kadersegler der olympischen Klassen relativ oft auf Events. „Wir sehen uns fast jede Woche“, so Fabienne.

Foto: DSV/Lars Wehrmann

Ein Event folgt dem anderen

Die Sonne kam raus, der Wind frischte auf. Es ist die letzte Möglichkeit vor den kommenden Events noch einmal Luft zu holen. In den kommenden zwei Monaten folgt ein Event aufs andere. Den Start macht Ende März die Trofeo Princesa Sofia vor Mallorca. Es ist eine von zwei Chancen für die 470er-Seglerinnen, sich innerhalb des deutschen Teams für das Testevent im August in Japan zu qualifizieren. Die zweite Möglichkeit ist dann bei den Europameisterschaften im Mai in San Remo. „Mit Blick auf Tokio 2020 ist es immer gut, wenn man schon mal so etwas Ähnliches gesegelt ist.“

Bildnachweis Titelfoto: DSV/Lars Wehrmann

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