Aarhus abhaken, Blick nach Japan

von Friederike Hiller

Enttäuscht, aber auch mit einem positiven Blick schauen Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaß im 470er nach vorne. Für sie war die Weltmeisterschaft in Aarhus bereits vor dem Medal Race zu Ende, für das sie sich nicht qualifizieren konnten. An Motivation mangelt es ihnen trotzdem nicht.

„Wir werden hart kämpfen“

„Die WM ist nun vorbei und es steht am Ende Platz 15 als Ergebnis. Nicht ganz das, was wir uns als Ziel gesetzt hatten, aber zu viele Fehler ließen kein besseres Ergebnis zu“, erklärten die beiden. Zudem hat es das deutsche Team nicht geschafft, einen der acht Nationenplätze für die Olympischen Spiele 2020 im 470er zu bekommen. „Aber wir haben noch eine weitere gute Chance nächstes Jahr bei der WM und dafür werden wir hart kämpfen!“, zeigen sie sich angriffslustig. Und dazu haben sie auch allen Grund, denn die Bronzemedaille bei der EM im Mai machte deutlich, dass mehr drin ist. „Bisher lief das Jahr echt super für uns und wir wissen, dass wir eindeutig mehr drauf haben. Natürlich sind wir über unsere Leistung enttäuscht, versuchen aber positiv nach vorne zu blicken.“

Foto: Sailing Energy

Gesteigerte Motivation

Viel Zeit bleibt auch nicht, bevor wieder volle Konzentration und Kampfeswille gefordert sind. Denn in knapp drei Wochen – im September - geht es für die Seglerinnen das erste Mal nach Japan. Da freuen wir uns schon riesig drauf, endlich das Olympiarevier kennen zu lernen.“ Und der Ansporn ist groß. „Unsere Motivation hat sich durch die WM eher noch gesteigert und wir werden versuchen bis zum nächsten Jahr noch gezielter an unseren Schwächen/Fehlern zu arbeiten.“

Foto: Sailing Energy

Japanerinnen hielten Druck stand

Eng ging es im Medal Race zu. Die zehn Besten der Qualifikationsrennen gingen an den Start und Ai Kondo Yoshida und Miho Yoshioka demonstrierten japanische Stärke. Ihnen reichte der fünfte Platz, um im Gesamtklassement den Sieg zu ersegeln. „Wir waren am Morgen noch sehr nervös, weil wir auf dem ersten Platz lagen als wir ins Medal Race gegangen sind“, erklärte Ai Kondo Yoshida. Auch wenn sie den Druck gespürt haben, haben sie ihm Stand gehalten und Gold geholt. „Das Medal Race war das härteste Rennen der Woche, alle waren so dicht zusammen.“

Bildnachweis Titelfoto: Sailing Energy

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